08.03.2012

Verzeih mir, ich suche nur den richtigen Weg und nehme die falschen Schritte.

Zu zweit sitzen wir auf einem Dach, nein nicht irgendein Dach unser Dach unser Kaufhausdach. Sie macht die Flasche mit einem Feuerzeug auf. "Nächste mal nehme ich wieder mein Öffner mit", sagt sie und stimmt mein kleines Lachen ein. Nach etlichen Versuchen freut sie sich sichtlich als die Flasche ihren Deckel verloren hat und nippt einmal, dann die zweite Flasche. Als diese auch geöffnet ist, setzt sie sich neben mich und trinkt einen Schluck. Ich stehe auf und gucke über das Geländer, was uns vor 40 meter fall schützt. "Ich liebe das hier, so unendlich frei, so schön."
Ich gucke sie an und schenke ihr ein Lächeln. Sie nickte "Ja, nur leider kannst du nicht auf einem Kaufhausdach leben." Ich muss lachen. "Was spricht dagegen?" Sie überlegte und antwortete mit einem leisen "Nicht viel". Die Aussicht ist einfach unglaublich die Luft so klar und rein, keine Menschenmassen um einen rum. Tausend kleine Lichter liegen über der Stadt ihre Flasche ist leer, sie nimmt sie, geht einen Schritt zurück und wirft sie mit Schwung hinein in das Lichtermeer. Das Klirren ihrer Scherben beruhigt mich,es erinnert mich an mein Scherbenmeer aus Gefühlen, Schmerz und den zuvielen Erwartungen.

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